Pharmazie

Für die pharmazeutische Industrie liefert Veenbrink RVS Prozessanlagen für die Zubereitung wässriger, pulverförmiger und hochviskoser Medien. Die hohen Anforderungen an sterile Zubereitungen setzen fundierte Kenntnisse der kritischen Standards wie GMP (Good Manufacturing Practice/Gute Herstellungspraxis) und GAMP (Good Automated Manufacturing Practice/Gute automatisierte Herstellungspraxis) voraus. Außer dem hohen Verarbeitungsgrad spielen auch die Validierungsdokumente und die Rückverfolgbarkeit der Materialien eine große Rolle.
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Pharmazeutische Wertschöpfungskette

Da die Aktivitäten der Pharmaindustrie direkten Einfluss auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben, werden an Medizingeräte hohe Anforderungen gestellt. Pharmazeuten sind jedoch Mediziner, keine Maschinenbauer. Die Stärke von Veenbrink RVS liegt darin, beim Entwurf und der Produktion von Medizingeräten intensiv mit dem Kunden zusammenzuarbeiten, und zwar unter Berücksichtigung der Belange der gesamten pharmazeutischen Produktionskette, von den Maschinenbedienern bis zum Technischen Dienst und von den Bauleitern bis zum Validierungsteam.

Biopharmazie

Während es bei vielen Produktionsprozessen um chemische Reaktionen zwischen Substanzen geht, stellt die Biopharmazie Produkte her, die von lebenden Zellen erzeugt werden. Hierzu werden die Zellen in ein Medium gebracht, das bestimmte Anforderungen an den pH-Wert, die Temperatur und den Sauerstoffgehalt – oder die Sauerstofffreiheit – erfüllt. Die Zellen werden mit Nährstoffen versorgt, die sie am Leben erhalten und die von den Zellen in das gewünschte Produkt umgewandelt werden. Diese Nährstoffe werden dem Medium zugesetzt und in den meisten Fällen vorsichtig eingerührt. Diese Vorsicht ist notwendig, da die Zellen oft sehr empfindlich sind. Dieser gesamte Prozess wird „Biofermentation“ genannt. Die Biofermenter (Bioreaktoren) von Veenbrink RVS sind meist mit sogenannten Spargern ausgestattet: Damit werden Nährstoffe gleichmäßig in den Reaktor eingebracht, sodass die Stoffe über den Behälter verteilt und anschließend vermischt werden. Natürlich weisen die Bioreaktoren von Veenbrink RVS aus hygienischen Gründen den höchsten Verarbeitungsgrad auf.

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Upstream und Downstream

In der Biopharmazie wird häufig zwischen Upstream- und Downstream-Verarbeitung unterschieden. Beide Phasen bestehen wiederum aus einer Reihe von Prozessschritten. So umfasst der Upstream-Prozess im Wesentlichen:

  • Medienvorbereitung, bei der Produkte hergestellt werden, mit denen die Mikroorganismen in der Fermentationsphase gefüttert werden, damit sie wachsen können.
  • Zellkultur, bei der die Kultivierung von Zellen durch genaue Kontrolle von Variablen wie pH-Wert, Temperatur, Druck und Sauerstoffgehalt erfolgt, um das Zellwachstum zu optimieren.
  • Fermentation, bei der die Kulturbrühe in einen wertvollen Rohstoff umgewandelt wird, der als Grundlage für das Endprodukt dient.
  • Ernte, bei der das Zellwachstum seinen Höhepunkt erreicht hat und verschiedene Techniken zum Abtrennen der Zellen aus der Nährlösung eingesetzt werden, wie beispielsweise die Verwendung eines ISF (Internal Spin Filter) oder ATF (Alternating Tangential Flow).

Der gesamte Fermentationsprozess wird daher auch als Upstream-Prozess innerhalb der Biotechnologie angesehen. Prozessanlagen innerhalb der Medienvorbereitung werden in der Regel lokal mittels CIP und/oder SIP gereinigt Die Fermenter und Bioreaktoren hingegen werden meist durch Autoklavieren gereinigt.

Während der Fermentationsprozess ein Upstream-Prozess ist, bei dem Mikroorganismen in einer kontrollierten Umgebung von Bioreaktoren gezüchtet werden, wird die Filtration meist als Downstream-Prozess angesehen.

Der Downstream-Prozess besteht im Wesentlichen aus der Trennung und Reinigung der Ernte, die während der Fermentation im Upstream-Prozess erzeugt wurde. Dies geschieht durch Zentrifugation, Filtration und Chromatographie. Einige Trennungs- und Filtrationsschritte können jedoch auch als Upstream-Prozess charakterisiert werden, wie beispielsweise die Abtrennung von Zellen aus der Kulturbrühe während der Ernte mittels eines ISF (Internal Spin Filter) oder ATF (Alternating Tangential Flow).

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